WAS IST HYPNOSETHERAPIE,  

 WAS IST HYPNOANALYSE ?

Hypnosetherapie

Hypnosetherapie ermöglicht es, Ressourcen zu aktivieren, positive Erfahrungen bewusst zu machen und eigene Stärken zu nutzen, um mehr innere Führung zu erlangen.

Die wichtigsten Einflussfaktoren für einen bestimmten Gefühlszustand und das darauf folgende Verhalten sind unbewusst. Änderungen sind nur möglich, indem mit dem Unterbewusstsein gearbeitet wird.

Hypnoanalyse

 

Die Hypnoanalyse ist eine tiefenpsychologische fundierte, dauerhaft wirkende psychotherapeutische Methode. Die Anwendung erfolgt in Hypnose, unbewusste Inhalte sind so viel leichter zu erschließen. Dieses Vorgehen ermöglicht es, die wahren Ursachen von aktuellen emotionalen Belastungen aufzufinden und eine Verarbeitung herbeizuführen.

Dies funktioniert folgendermaßen: Durch freies Assoziieren oder gelenkt durch ein bestimmtes belastendes Gefühl führt das Unterbewusstsein zu Erlebnissen, die zu einem früheren Zeitpunkt aufgrund von Überforderung nicht vollständig emotional verarbeitet werden konnten. Hier ist etwas unerledigt und es besteht eine Verbindung zu den aktuellen Symptomen.

 

Die Verarbeitung kann nun, aus der sicheren Gegenwart heraus, nachgeholt werden. An dieser Stelle kommt oft Arbeit mit dem inneren Kind zum Einsatz. Emotionale Verarbeitung ist möglich und den sich aktuell präsentierenden Symptomen wird die Basis entzogen.

Unverarbeitete Erlebnisse

Die Forschung hat gezeigt, dass belastende Erlebnisse in der Kindheit, eingeschlossen dysfunktionale familiäre Beziehungen, Probleme mit Gleichaltrigen und Demütigungen eine tiefgreifende andauernde Wirkung haben können. Die Erfahrungen in der Vergangenheit bilden die Basis für das Erleben aktueller psychischer Belastungen. Der Grund hierfür sind nicht verarbeitete Erinnerungen an diese Erlebnisse, die physisch in neuronalen Netzwerken gespeichert sind mit den kognitiven, affektiven und somatischen Elementen, die ursprünglich erlebt wurden: Bilder, körperliche Empfindungen, Gefühle, Gedanken und Überzeugungen in Bezug auf sich selbst, die einer Interpretation des Erlebten entspringen.

 

Jedes Erlebnis, das einen andauernden negativen Effekt auf die Psyche hat, ist naturgemäß traumatisch. Wenn das unverarbeitete Trauma durch äußere Umstände aktiviert wird, empfindet die betroffene Person dieselben Gefühle und körperlichen Empfindungen wie damals. Um ein Beispiel zu nennen, wenn der Vorgesetzte ärgerlich schaut, wird dies nicht aus der Erwachsenenperspektive erlebt, sondern so wie als Kind beim Blick des tyrannischen Vaters.

 

Verarbeitete Erlebnisse sind die Basis einer gesunden Psyche. Diese verfügt über Selbstheilungsmechanismen - im Idealfall findet zeitnah eine Verarbeitung statt, indem man etwa über das Erlebnis spricht und sich Gedanken dazu macht, sodass man nach einer Weile frei davon ist. Wenn dies nicht möglich ist, dann ist der Verarbeitungsmechanismus blockiert.

In der Hypnosetherapie wird der Verarbeitungsmechanismus der Psyche in Gang gesetzt. Psychische Probleme mit all ihren komplexen Elementen wie mangelndes Selbstwertgefühl und Selbstwirksamkeit werden verursacht durch die dysfunktional gespeicherte Information im Gehirn. In der Hypnosetherapie wird diese Information aufgerufen, sie wird verarbeitet und transformiert in einen gesunden funktionalen Zustand. Verarbeitete Erinnerungen sind die Basis psychischer Gesundheit. 

Bei Bedarf können ergänzend auch therapeutische Techniken aus dem Katathymen Bilderleben, EMDR, Aufstellungsarbeit am Systembrett zur Anwendung kommen. 

 

Auch die Arbeit an psychischen Belastungen aus den ersten Entwicklungsjahren, verursacht beispielsweise durch Alleingelassenwerden, ist mit Hypnose möglich. Emotionales Nachnähren ("Reparenting")ist eine wertvolle therapeutische Möglichkeit bei innerer Leere und Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit. Besonders bei Störungen des Essverhaltens ist der Einsatz dieser therapeutischen Technik oft angezeigt.

Ich schildere im Folgenden den Ablauf der Hypnoanalyse, da diese Technik hauptsächlich zum Einsatz kommt.

Die Hypnoanalyse läuft in 4 Phasen ab:

I.   Anamnese / Evaluierung / Therapieplanung

Sie erzählen über das, was Sie zu mir geführt hat. Meist handelt es sich um belastende, schwer kontrollierbare Gefühlszustände, die durch bestimmte äußere Faktoren getriggert werden. Daraufhin wenden wir uns Ihren Erlebnissen aus der Vergangenheit zu. Oft ist es möglich, erste Verbindungen herzustellen zu den aktuell sich präsentierenden Symptomen.

Aufgrund dieser Informationen ergibt sich ein erstes ein Bild, auf dem die Therapieplanung basiert. Die meisten Therapien bewegen sich zwischen 8 und 12 Sitzungen.

II. Ressourcenentwicklung

Ressourcen sind positive Gefühlszustände, die durch bestimmte Techniken für den Klienten jederzeit verfügbar gemacht werden können. Sie kommen zum Einsatz während der therapeutischen Verarbeitungsphase und können auch im Alltag jederzeit eingesetzt werden. Sie erschaffen in Ihrer Imagination einen sicheren Ort für sich. Es können auch weitere Ressourcen nutzbar gemacht werden.

 

III. Verarbeitungsphase

Im Rahmen einer Hypnoseinduktion mache ich Ihnen Vorschläge, die Ihnen helfen können, sich zu enspannen und ganz bei sich zu sein. Dann geht es darum, die dysfunktionalen Erinnerungen zu finden, die die Basis bilden für die aktuellen psychische Belastungen. Es kann mit freier Assoziation gearbeitet werden oder mit der sogenannten Affektbrücke, bei der Sie zunächt an eine aktuelle Situation denken, die ein bestimmtes, zuvor besprochenes negatives Gefühl ausgelöst hat - dieses Gefühl dient als Brücke in die Vergangenheit und führt zu früheren Erlebnissen, die mit diesem Gefühl zu tun haben.

 

Manchmal führt diese Technik direkt zu dem Erlebnis, das dieses Gefühl verursacht hat. Es ist wichtig, dieses aufzufinden, da es den Grund gelegt hat für das Auftreten der Symptome bei folgenden ähnlichen Erlebnissen. In aller Regel ist das leicht möglich. Die relevanten Erinnerungen reichen oft bis in die frühe Kindheit und Jugendzeit hinein.

 

Durch das Erzählen der Situation und Erfahren der begleitenden körperlichen Empfindungen und Emotionen findet Verarbeitung statt. Wir bleiben dabei, bis das Erlebnis neutral wird. An dieser Stelle kommt oft Arbeit mit dem inneren Kind zum Einsatz. Es gibt einen generalisierenden Effekt, sodass nicht jedes einzelne assoziierte Erlebnis bearbeitet werden muss, um einen Effekt zu erzielen.

 

So findet eine Transformation der belastenden Erinnerungen in einen gesunden funktionalen Zustand statt. Aktuelle Situationen, die vor der Therapie starke belastende Gefühlszustände ausgelöst haben, haben ihren Einfluss verloren und Sie bleiben in Zukunft in ähnlichen Situationen entspannt.

IV.  Reevaluierung / Ressourcenaktivierung

Anhand aktueller Erlebnisse, über die Sie aus Ihrem Alltag berichten und Ihren Reaktionen darauf können wir einschätzen, ob alle Arbeit erledigt ist oder an welchen Stellen gegebenenfalls noch etwas zu tun ist. Im Laufe der Therapie haben Sie Stärken entwickelt, die Ressourcen darstellen, die zum Abschluss der Therapie noch einmal aktiviert werden können im Rahmen einer Imagination.


 

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